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Mittagslicht

Die Lichtfarbe ist (außer im Winter) vom frühen Vormittag bis zum späten Nachmittag konstant (ca. 5.500 K). Größtes Problem: kräftige, fast vertikale Schatten. Wenn Schatten unvermeidbar, dann so wenig wie möglich, auf jeden Fall als Gestaltungselement im  Bild sehen, da sie so sehr auffallen! Oft ist in den Schatten dann keine Zeichnung mehr vorhanden (tiefschwarz)

Fast senkrechte Sonne setzt Streiflichter auf Wände und andere vertikale Flächen, kann Strukturen hervorheben.

Landschaften leiden am meisten unter solchen Licht, da sie im rechten Winkel zur Sonne stehen, je falcher, desto weniger Struktur, man muss nach dominanten Formen oder starken Farben Ausschau halten, um das BIld interessant zu machn.

  • Stadt
  • Bäume vor Himmel mit niedrigem Aufnahmestandpunkt
  • kräftige Farben mit Licht im Rücken
  • Spiegelungen
  • Mauern
  • senkrechte Steinstrukturen, Felswände
  • Aufnahmen im Schatten
  • Aufnahmen mit Schatten als zentralem Gestaltungslement

Hyperfokale Einstellung

Um die mögliche Schärfentiefe voll zu nutzen, sollte man gerade bei Landschaftsaufnahmen manuell fokussieren bzw. den Autofokuspunkt gezielt festlegen. Denn die Tiefenschärfe erstreckt sich zu beiden Seiten des gewählten Punktes (ein Drittel davor, zwei Drittel dahinter). Fokussiert man auf unendlich, verschenkt man jede Menge Schärfe!

Grobe Faustregel:
Fokussieren auf ein Drittel der Distanz des nächsten und des entferntesten Punktes, die scharf abgebildet werden sollen.

Genauere Faustregel:
APS-C Sensor
16 – 18 mm: 1,5 m, Blende 11 ab 75 cm bis unendlich scharf
10-15 mm; 1 m, Blende 11, ab 50 cm alles scharf

Vollformat-Sensor
24 – 28 mm: 1,5 m, Blende 16, ab ca. 75 cm bis unendlich scharf
16 – 20 mm: 1 m, Blende 16, ca. ab 50 cm alles scharf

Es gibt Apps (wie z.B. Hyperfocal Pro für Android), die diese Entfernung für verschiedene Kameras und Brennweiten kalkulieren, das ist genauer! Wenn das Objektiv nicht über eine Entfernungsskala verfügt, hilft wieder nur das Schätzen.