Category Archives: Licht

Mondlicht

Wenn der Mond mit im Bild ist, nicht zu lange belichten, sonst entsteht Bewegungsunschärfe! Bei 400m Tele ab ca. 1 Sekunde, kürzere Brennweiten etwas länger.

Lange Belichtungszeiten oder hohe Empfindlichkeitseinstellung erforderlich, Lichtmenge ca. 19 Blendenstufen unter Tageslicht.

Immer ein bis zwei Blenden unterbelichten, damit kein Tageslichteindruck entsteht, evtl. Lichtfarbe nachträglich korrigieren Richtung blau.

Gegenlicht

Farben strahlen, wenn das Licht durch halbdurchsichte Flächen scheint (Stoff, Blüten), eher etwas knapp belichten.

Eignet sich gut für Silhouetten. Dann tendenziell eher unterbelichten, denn es kommt auf die Kontur an, außerdem soll der Hintergrund nicht ausfressen.

Extrem hoher Kontrast, manchmal mehrere Aufnahmen erforderlich oder Verlaufsfilter. Je tiefer die Sonne steht, desto gemilderter die Kontrastverhältnisse.

Sonne muss nicht ins Bild, damit es interessant wird!

Vorsicht, Blendenflecke! wenn die Sonne nur knapp außerhalb des Bildes steht, besonders gefährlich. Immer Sonnenblende verwenden, Objektiv gut reinigen

Frontales Licht

Definition: Sonne steht direkt hinter der Kamera, in Richtung auf das zu fotografierende Objekt, Wirkung gleicht dem eines Blitzgeräts. Wirft Schatten von der Kamera weg, dadurch je nachdem weniger störend, kann Bild aber auch flach und langweilig machen, eher grafische Motive mit starken Kontrasten wählen, bei denen Tiefenwirkung keine Rolle spielt. Im Morgen- Abendlicht kann man gut mit Schatten spielen.

Achtung, eigener Schatten! Wenn er nicht mit im BIld sein soll, muss man ggf. den Aufnahmestandpunkt leicht zur Seite versetzen.

Sonnenuntergang/Sonnenaufgang

Lichteinfallswinkel sehr flach, viele Möglichkeiten, je nach Standort, frontales Licht, Seitenlicht, Spitzlichter, Gegenlicht, schöne Lichtfarbe, nicht nur in de Sonne fotografieren! Automatischer Weißabgleich neutralisiert manchmal die wärmere Lichtfarbe, dann besser auf Tageslicht (5.500 K) einstellen.

Sonnenaufgang: Sobald die Sonne über dem Horizont ist, steigt der Kontrast extrem an, Zeit vor Aufgang nutzen

Generell Kontrast zwischen Landschaft und Himmel sehr stark, entweder Verlaufsfilter benutzen oder zwei Aufnahmen machen, einmal auf Himmel belichtet, einmal auf Landschaft, in Photoshop zusammenfügen.

Seitenlicht

Starke Kontraste, Wirkung abhängig von Standpunkt, ggf. anpassen, bester Effekt oft, wenn Kamera 90 Grad-Winkel zur Sonne hat.

Seitenlicht arbeitet Strukturen und Konturen von Objekten heraus.

Belichtung: ist ein großer Teil des Objektes der Sonne zugewandt (also ca. 90 Grad zur Kameraebene), dort Spotmessung, bei flachem, parallel zur Kamera befindlichem Objekt müsste automatische Belichtung reichen

Tageslicht und Farbtemperatur

Lichtfarbe von Tageslicht hängt von Wolkendecke ab, neutraler, je mehr Wolken, sonst Tendenz zu blau, im Gebirge noch wesentlich stärker, Weiße Gebäude neutralisieren Farbe durch die Reflektion. Schatten sind meist blau.

Oft ist Weißabgleich “Tageslicht” eine ganz gute Einstellung, da die Automatik oft Farbstiche (also z.B. wärmeres ABendicht) herausfiltert. Das ist nur notwendig, wenn man jpgs fotografiert, bei RAW-Aufnahmen kann der Weißabgleich ohne Qualitätsverlust nachträglich angepasst werden.

Mittagslicht

Die Lichtfarbe ist (außer im Winter) vom frühen Vormittag bis zum späten Nachmittag konstant (ca. 5.500 K). Größtes Problem: kräftige, fast vertikale Schatten. Wenn Schatten unvermeidbar, dann so wenig wie möglich, auf jeden Fall als Gestaltungselement im  Bild sehen, da sie so sehr auffallen! Oft ist in den Schatten dann keine Zeichnung mehr vorhanden (tiefschwarz)

Fast senkrechte Sonne setzt Streiflichter auf Wände und andere vertikale Flächen, kann Strukturen hervorheben.

Landschaften leiden am meisten unter solchen Licht, da sie im rechten Winkel zur Sonne stehen, je falcher, desto weniger Struktur, man muss nach dominanten Formen oder starken Farben Ausschau halten, um das BIld interessant zu machn.

  • Stadt
  • Bäume vor Himmel mit niedrigem Aufnahmestandpunkt
  • kräftige Farben mit Licht im Rücken
  • Spiegelungen
  • Mauern
  • senkrechte Steinstrukturen, Felswände
  • Aufnahmen im Schatten
  • Aufnahmen mit Schatten als zentralem Gestaltungslement

Belichtung bei hohem Kontrast

Hoher Kontrast, helles, dominantes Motiv (z.B. helles Gebäude durch dunklen Torbogen fotografiert)
Messung mit Schwerpunkt auf den bildwichtigen Teilen, da Motiv hell, eher etwas überbelichten!

Hoher Kontrast, kleines, helles Motiv (z.B. beleuchtetes Ausstellungsstück in einem Museum)
Spormessung aufs Motiv, mit kleiner Zugabe nach oben um Unterbelichtung zu vermeiden

Hoher Kontrast, Motiv zum Teil sehr schattig (Gebäude bei Sonnenlicht)
Spotmessung auf helle und dunkle Bereiche, daraus Mittelwert und/oder Belichtungsreihe, Lichter dürfen nicht ausfressen, Schatten müssen noch Zeichnung haben, evt. mehrere Aufnahmen kombinieren, bei zu hohem Kontrastumfang

Hoher Kontrast, Motiv dunkel (z.B. Statue vor Himmel)
Spotmessung auf helle und dunkle Bereiche, daraus Mittelwert und/oder Belichtungsreihe, Lichter dürfen nicht ausfressen, Schatten müssen noch Zeichnung haben, evt. mehrere Aufnahmen kombinieren, bei zu hohem Kontrastumfang