Category Archives: Irland

Harfenmusik

Harfner hatten in der keltischen Kultur eine sehr wichtige hochangesehene Stellung, Harfe solo oder zur Begleitung langer epischer Gedichte. Kunstmusik der keltischen Gesellschaft. Mit der zunehmenden Anglisierung begann der Niedergang der Harfner, sie bemühten sich auch um volkstümliche Musik, nach Cromwells Siegt (1949) war der Untergang jedoch nicht mehr aufzuhalten. Die Barden, die bis dahin eine untergeordnete Rolle gespielt hatten, begannen nun eigene Lieder zu schreiben, sie kamen wie ihr Publikum meist aus der Unterschicht.

Whiskey

Bis zur Prohibition war irischer Whiskey in den USA marktbeherrschend. Während der Prohibition brannten die Amerikaner den Whiskey slbst schwarz und gaben ihm irische Namen, das Gesöff verdarb den Ruf des irischen Whiskeys. Nach dem Ende der Prohibition trat der Scotch seinen Siegeszug an, er wurde einmal weniger gebrannt und war günstiger in der Herstellung. Außerdem trat Irland 1937 aus dem Commonwealth aus (als eigenständige Republik) somit fielen hohe Importzölle an, dier dem schottischen Whisky nicht zu schaffen machten. Seh viele kleine Destillerien mussten schließen. Selbst die großen Tullamore und Kilbeggan missten in den 50er Jahre vorläufig schließen.

Die irish Destillers Group, letzter Überrest in midleton wurde von Pernod Ricard aufgekauft (Powers, Paddy, Jameson, etc.)

seit 1989 gibt es mit der Colley Destillerie wieder eine irische Destillerie (Connemara, Tyrconnell, Locke’s)

Älteste lizensierte Brennerei der Welt: Bushmills in Nordirland

Kartoffeln

Hauptnahrungsmittel der armen Pächter, weil damit auf relativ kleinem Raum wertvolle Kohlehydrate angebaut werden könnten.

Zitat Knut Jong Clement im 19. Jh.: “Wieviel Küchenfertigkeit lässt sich auch bei einem Volk erwarten, welches größtenteils von kahlen Kartoffeln lebt, deren Garmachung keiner Kochkunst bedarf? wenn man bei uns zulande, was die Kochkunst betrifft, gleichsam aus Nichts Alles zu machen weiß, so weiß man in Irland, aus Allem Nichts zu machen.”

Verkehrsschilder

Seit 2005 sind alle Verkehrschilder in km. 35 000 Schilder mussten ersetzt werden, zusätzlich stellt man 23 000 neue auf (z.T. sehr unsinnig, 80 km Höchstgeschwindigkeit an Straßen, die nur 1 Auto breit sind, Schriftzug “Slow” auf der Straße, daneben ein 100km Schild). Kosten. 9 Mio Euro. Informationskampagne um Autofahrern den Unterschied zu erklären: 2,5 Mio Euro.

James Joyce über Dublin

Die Bewohner Dublins seien ” die hoffnungsloseste, nutzloseste und widerspruchsvollste Rasse von Scharlatanen, der ich je auf der Insel oder dem Kontinent begegnet bin. Der Dubliner verbringt seine Zeit mit Schwatzen und Rundgängen durch die Bars, Schenken und Spelunken, ohne je seine doppelten Quantitäten von Whiskey oder Home Rule satt zu kriegen, und nachts, wenn nichts mehr reingeht und er mit Gift angefüllt ist wie eine Kröte, stolpert er aus einem Nebenausgang und geht, geleitet vom instinktiven Wunsch  nach Standhaftigkeit, der geraden Häuserfront entlang und schrubbt seinen Rücken an allen Mauern und Ecken.”

er sei Dublins “Schönheit nicht gerecht geworden, denn sie ist an Natur schöner, als was ich von England, der Schweiz, Frankreich, Italien oder Österreich gesehen habe.”

Jakob Venedey 1843 über Irland

“Ich glaube nicht, dass es ein gastfreundlicheres Volk als die Irländer auf der Welt gibt, ich habe keine Idee wie man überhaupt gastfreundlicher sein könnte, als ich sie gefunden habe. Ich möchte es von den Dächern ausrufen: Kommt nach irland ihr Alle, die ihr ein gesundes Herz habt, das von den Schlägen des Geschicks wund ward; kömmt her, hier könnt ihr es pflegen und heilen. Und sanfte Frauen, keusch und rein genug, um nicht vor dem Händedruck des Mannes zurückzubeben, werden euch pflegen und euch helfen, vergangenes Unglück im trauten Kreis guter Menschen zu vergessen”