Category Archives: Bildgestaltung

Kontrast und Spannung im Bild

Spannung kann im Bild durch z.B. Linienführung

  • stürzende Linien
  • aufsteigende Linien
  • in die Tiefe führende Linien
  • dynamische Kurven

oder Kontraste

  • Farbkontraste (Simultankontrast, Komplementärkontrast)
  • Mengenkontrast
  • Größenkontrast

erzeugt werden.

Außerdem durch Elemente, die ungewohnt oder in ungewohntem Umfeld dargestellt werden, große DInge, die klein aussehen, kleine DInge, die groß aussehen

Wie sehen wir ein Bild?

Blickrichtung
Die Sehrichtung des menschlichen Auges ist tendentiell von links unten nach rechts oben.

Aufsteigende Diagonalen empfindet das Auge als angenehm. Der Schnittpunkt des oberen rechten Bilddrittels ist guter Punkt für das Hauptobjekt in der Landschaftsfotografie, dann schweift das Auge auch noch über weitere Bildteile, sonst bleibt der Blick je nachdem z.B. links oben hängen.

Generell ist der Vordergrund auch sehr wichtig, der dem Betrachter etwas Interessantes bieten sollte, um ihn ins Bild hineinzuführen (Linien, Straßen, Blumen, Mauer, Steine, etc.), dann übers Bild verteilt weitere interessante Punkte, ermöglicht dem Betrachter, im Bild zu wandern, aber nicht zu viele Elemente.

Gedachte Formen und Linien
Mehr als drei Punkte werden vom menschlischen Auge zu einer Form oder Linie zusammengesetzt.

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Teilansichten
Das menschliche Auge vervollständigt bekannte Formen, d.h. auch angeschnittene Objekte  werden meist richtig identifiziert.

Wald

Kein einfaches Thema, da einerseits die Elemente im Wald oft chaotisch sind und man Wege finden muss, Ordnung und Bildgestaltung ins Chaos zu bringen. Außerdem herschen bei Sonnenschein extrem hohe Kontraste, die kaum zu bewältigen sind. Am Waldrand ist es oft einfacher, auch hilft es, zwei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen zu machen oder ein Raw-bild zweifach zu bearbeiten (HDR-Effekt).

Fokus-Fusion/Focus Stacking

Nicht immer ist es möglich, ein Bild von vorne bis hinten scharf zu machen, da die Schärfentiefe ihre Grenzen hat. z.B: bei Makroaufnahmen, aber auch bei Landschaftaufnahmen. Alternative: mehrere Bilder des exakt gleichen Ausschnitts, dabei die Schärfeebene verlagern. Am besten natürlich mit Stativ!  3 oder 4 bei mittlerer Blende mit Weitwinkel (und identischer Belichtung, manuell einstellen!) reichen meist aus. Man beginnt am besten mit der Naheinstellung und geht dann schritweise weiter. Es sollte windstill sein!

Manuell oder mit einem Programm (HelionFocus) zusammenfügen.

In Photoshop (CS5):

Datei > Skripten > Dateien in Stapel laden
“Quellbilder nach Möglichkeit automatisch ausrichten” anklicken

Alle Ebenen markieren
dann Bearbeiten > Ebenen automatisch überblenden
“Stapeln” und “Nahtlose Töne und Farben” auswählen

Muss je nachdem nachkorrigiert werden, je mehr Bilder, desto komplexer wird das!

Wenn ein Objekiv sher stark dazu neigt, bei Verschiebung der Schärfentiefe die Onjektgröße leicht zu verändern, kann es schwieriger werden. Dies ist ein Fehler, den sowohl Zoomobjektive als auch Festbrennweiten aufweisen.

Farbe: Was die Kamera sieht

Das menschliche Auge ist darauf ausgerichtet, immer eine Anpassung der Lichttemperatur auf möglichst neutrale Farben vorzunehmen. Dies entspricht nicht der realen Lichtfarbe! Diese ist oft wärmer (Sonnenuntergang) oder kälter (Schatten, vor allem bei blauem Himmel). Die Kamera sieht die korrekte Lichtfarbe, Es ist gut, zu wissen, dass die Bildwirkung anders ist, als man sie selbst wahrnimmt.!

Goldener Schnitt / Drittelregel

Die Drittelregel (Aufteilung des Bildes in 9 gleich große Rechtecke) ist eine Vereinfachung des Goldenen Schnitts zur spannungsreichen Platzierung von Bildelementen.

Goldener Schnitt
ca. 40:60 Aufteilung der Strecke, horizontal und vertikal

Dynamische Symmetrie:
DIagonale durch das Bildfeld, an dem Punkt, an dem eine Linie von der anderen Ecke des Rechtecks/Quadrats im rechten WInkel auf diese Linie stößt, ist auch ein günstiger PunktDynamische Symmetrie-Pythagoras