Author Archives: Katja Liedle

Sonnenuntergang/Sonnenaufgang

Lichteinfallswinkel sehr flach, viele Möglichkeiten, je nach Standort, frontales Licht, Seitenlicht, Spitzlichter, Gegenlicht, schöne Lichtfarbe, nicht nur in de Sonne fotografieren! Automatischer Weißabgleich neutralisiert manchmal die wärmere Lichtfarbe, dann besser auf Tageslicht (5.500 K) einstellen.

Sonnenaufgang: Sobald die Sonne über dem Horizont ist, steigt der Kontrast extrem an, Zeit vor Aufgang nutzen

Generell Kontrast zwischen Landschaft und Himmel sehr stark, entweder Verlaufsfilter benutzen oder zwei Aufnahmen machen, einmal auf Himmel belichtet, einmal auf Landschaft, in Photoshop zusammenfügen.

Seitenlicht

Starke Kontraste, Wirkung abhängig von Standpunkt, ggf. anpassen, bester Effekt oft, wenn Kamera 90 Grad-Winkel zur Sonne hat.

Seitenlicht arbeitet Strukturen und Konturen von Objekten heraus.

Belichtung: ist ein großer Teil des Objektes der Sonne zugewandt (also ca. 90 Grad zur Kameraebene), dort Spotmessung, bei flachem, parallel zur Kamera befindlichem Objekt müsste automatische Belichtung reichen

Tageslicht und Farbtemperatur

Lichtfarbe von Tageslicht hängt von Wolkendecke ab, neutraler, je mehr Wolken, sonst Tendenz zu blau, im Gebirge noch wesentlich stärker, Weiße Gebäude neutralisieren Farbe durch die Reflektion. Schatten sind meist blau.

Oft ist Weißabgleich “Tageslicht” eine ganz gute Einstellung, da die Automatik oft Farbstiche (also z.B. wärmeres ABendicht) herausfiltert. Das ist nur notwendig, wenn man jpgs fotografiert, bei RAW-Aufnahmen kann der Weißabgleich ohne Qualitätsverlust nachträglich angepasst werden.

Mittagslicht

Die Lichtfarbe ist (außer im Winter) vom frühen Vormittag bis zum späten Nachmittag konstant (ca. 5.500 K). Größtes Problem: kräftige, fast vertikale Schatten. Wenn Schatten unvermeidbar, dann so wenig wie möglich, auf jeden Fall als Gestaltungselement im  Bild sehen, da sie so sehr auffallen! Oft ist in den Schatten dann keine Zeichnung mehr vorhanden (tiefschwarz)

Fast senkrechte Sonne setzt Streiflichter auf Wände und andere vertikale Flächen, kann Strukturen hervorheben.

Landschaften leiden am meisten unter solchen Licht, da sie im rechten Winkel zur Sonne stehen, je falcher, desto weniger Struktur, man muss nach dominanten Formen oder starken Farben Ausschau halten, um das BIld interessant zu machn.

  • Stadt
  • Bäume vor Himmel mit niedrigem Aufnahmestandpunkt
  • kräftige Farben mit Licht im Rücken
  • Spiegelungen
  • Mauern
  • senkrechte Steinstrukturen, Felswände
  • Aufnahmen im Schatten
  • Aufnahmen mit Schatten als zentralem Gestaltungslement

Belichtung bei hohem Kontrast

Hoher Kontrast, helles, dominantes Motiv (z.B. helles Gebäude durch dunklen Torbogen fotografiert)
Messung mit Schwerpunkt auf den bildwichtigen Teilen, da Motiv hell, eher etwas überbelichten!

Hoher Kontrast, kleines, helles Motiv (z.B. beleuchtetes Ausstellungsstück in einem Museum)
Spormessung aufs Motiv, mit kleiner Zugabe nach oben um Unterbelichtung zu vermeiden

Hoher Kontrast, Motiv zum Teil sehr schattig (Gebäude bei Sonnenlicht)
Spotmessung auf helle und dunkle Bereiche, daraus Mittelwert und/oder Belichtungsreihe, Lichter dürfen nicht ausfressen, Schatten müssen noch Zeichnung haben, evt. mehrere Aufnahmen kombinieren, bei zu hohem Kontrastumfang

Hoher Kontrast, Motiv dunkel (z.B. Statue vor Himmel)
Spotmessung auf helle und dunkle Bereiche, daraus Mittelwert und/oder Belichtungsreihe, Lichter dürfen nicht ausfressen, Schatten müssen noch Zeichnung haben, evt. mehrere Aufnahmen kombinieren, bei zu hohem Kontrastumfang

Blende, Belichtungszeit, ISO Empfindlichkeit

Änderungen der Blendenöffnung werden in Blendenstufen gemessen, jede Blendenstufe bedeutet dabei eine Verdoppelung bzw. Halbierung der Lichtmenge. Schließt man also die Blende von 8 auf 16, fällt halb so viel Licht durch das Objektiv.

Die Belichtungszeit wird ebenfalls in Blendenstufen gemessen, eine Verdoppelung der Belichtungszeit sorgt für Verdoppelung der Lichtmenge, die einfällt.

Denselben Einfluss hat die Veränderung von ISO-Werten, eine Verdoppelung des ISO-Wertes, also der Lichtempfindlichkeit des Sensors hat ebenfalls eine Verdoppelung der Lichtmenge zur Folge.

MIttlerweile gibt es neben den traditionellen Werten meist Zwischenstufen, um eine noch bessere Feinabstimmung zu ermöglichen.

Neutralgraufilter

Neutralgraufilter verwendet man meist, um Wasser weich und verwischt darzustellen, je nachdem kann der Effekt auch für Nebel und Wolken eingesetzt werden.

Neutralgraufilter gibt es in unterschiedlicher Stärke, dabei wird einfach das Licht, das auf den Sensor fällt, reduziert und so die Belichtungszeit verlängert. Los geht es bei einer Dichte von 0,3, das reduziert das Licht um eine Blendenstufe, d.h. die Blende muss um einen Wert weiter geöffnet werden, bzw. die Belichtungszeit um einen Wert verlängert. Damit einem die Rechnerei erspart bleibt, gibt es dafür Tabellen bzw. auch Apps fürs Smartphone wie z.B. Exposure Caclulator für Android.

Je dichter der Filter, desto sinnvoller ist es, noch eine weitere Blendenstufe hinzuzugeben und eher heller zu belichten.

Der “Allrounder” ist der Filter mit Dichte 1,8, für extreme Fälle kann man denn 3.0 benutzen.

Vorgehensweise:

  • Kamer auf Stativ montieren
  • Belichtung ohne Filter messen
  • Mit dem Autofokus scharfstellen und dann auf manuelle Fokussierung umschalten oder direkt manuell fokussieren
  • Filter aufschrauben
  • Belichtungszeit nach Tabelle einstellen
  • Sucher verschließen, damit kein Streulicht einfällt
  • Spiegelvorauslösung einstellen
  • Fernauslöser verwenden

Jede Menge Informationen gibt es hier: http://www.graufilter.net/ und auch hier: https://kwerfeldein.de/2011/02/03/graufilter-fotografieren/